Aufeinander zugehen – Flüchtlinge und behinderte Menschen im Dialog

SelbstbestimmungsinitiativeDie Selbstbestimmungsinitiative Rems-Murr-Kreis ist eine tolle Initiative von Menschen mit Behinderungen, die sich für ihre Rechte einsetzen. Unter dem Motto „Aufeinander zugehen“ hat die Initiative am 18. November in Stetten eine Gesprächsrunde zum Thema „Flüchtlinge“ veranstaltet. Gerne habe ich die Veranstaltung unterstützt, da miteinander reden immer besser ist als übereinander.

Wie leben Flüchtlinge bei uns?

In einer kurzen Einführung erläuterte ich zunächst Gründe für die hohen Flüchtlingszahlen weltweit. Anschließend berichteten Vertreter/innen vom AK Asyl und der Landtagsabgeordnete Willi Halder über die Situation der geflüchteten Menschen in der Gemeinde Kernen und in Baden-Württemberg.

Von Fluchtgründen über Vorlieben beim Essen zum Hobby „Arbeit“

Der wichtigste Teil war der Austausch der beiden Gruppen, denn „voneinander lernen“ und „sich austauschen“ waren wichtige Ziele des Abends. Die Fragen reichten von den Gründen für die Flucht über die Meinung zu schwäbischem Essen hin zum Hobby. „Arbeit“ war hier eine häufige Antwort der Geflüchteten – immerhin fünf haben bereits eine Stelle gefunden und können nun selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Es war eine schöne und wichtige Begegnung, die fortgesetzt werden soll. Die Stuttgarter Zeitung hat über die Veranstaltung berichtet: Flüchtlinge und Behinderte im Dialog.

Lobende Erwähnung beim Bridge Preis der Lebenshilfe

bridge-preisSeit 2007 zeichnet der Landesverband Lebenshilfe Initiativen aus, die sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzen. 2016 wurden „Herausragende Beispiele der inklusiven Erwachsenen- und Weiterbildung“ ausgezeichnet.
Gemeinsam mit meinen Partnern Diakonie Stetten und VHS Unteres Remstal habe ich mich mit meinen politischen Bildungsseminaren in der Kategorie „Herausragende Projekte bzw. Angebote zu qualifizierenden Angeboten in inklusiven Bildungssettings“ beworben.

Schöne Preisverleihung in der VHS Stuttgart

Die Preise wurden am 27. Oktober an der Volkshochschule Stuttgart vergeben. Über den tollen 2. Platz und eine „lobende Erwähnung“ in der Laudatio habe ich mich sehr gefreut. Mein Glückwunsch an die Sieger „Einfach Heidelberg“ für die tolle Internetseite www.einfach-heidelberg.de. Im Unterschied zum etwas sperrige Titel der Kategorie sind die Nachrichten dieser Seite für alle verständlich. Auch in den anderen Kategorien gab es hervorragende Projekte, die kulturelle Angebote, Mobilität und Teilnahme fördern.
Musikalisch untermalt wurde die schöne Veranstaltung durch das inklusive „Schwebende Orchester“, das auch beim Europatag an der Diakonie Stetten gespielt haben.

Europatag an der Führungsakademie Baden-Württemberg

Einen besonderen Termin hatte ich im Oktober bei der Führungsakademie Baden-Württemberg in Stuttgart. Die Führungsakademie ist das Kompetenzzentrum für Organisations- und Personalentwicklung und begleitet Institutionen, Führungskräfte und Mitarbeitende des öffentlichen Sektors bei allen anstehenden Veränderungsprozessen.
Bei einem Fortbildungsseminar gestaltete ich einen Tag zum Thema aus Europa. Teilnehmer/innen aus verschiedenen Behörden berichteten von ihren vielfältigen Erfahrungen mit Europa in ihrem Arbeitsalltag. Entsprechend war auch Wunsch und Erwartung, mehr zu erfahren.

Wer macht was in Europa?

Unter der Fragestellung „Wer macht was in Europa?“ erläuterte ich die Organe der Europäischen Union. „Kurzweilige Präsentation“, „Vermittlung der EU Institutionen“ – so die Urteile der Teilnehmer/innen bei der schriftlichen Evaluation. Ein weiterer Schwerpunkt war eine Einführung in die Asyl- und Flüchtlingspolitik als Grundlage für das Planspiel.

Planspiel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU

Das Planspiel „Destination Europa“ ist eine Simulation zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU, das die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg herausgegeben hat.
Die Teilnehmer/innen schlüpfen in die Rolle von Außenminister/innen, EU-Kommission und Parlamentarier/innen und sollten EU Regeln zur gemeinsamen Asylpolitik erarbeiten.
Wichtige Ziele dieses Planspiels waren, die komplexe Entscheidungsfindung und die Notwendigkeit zu ausgewogenen Kompromisse zwischen den EU-Organen aufzuzeigen. Den Rückmeldungen der Teilnehmer/innen zufolge ist dies gelungen.

Verständnis und Wissen über Europa erweitert

Eine weitere wichtige Rückmeldung war, dass das Verständnis und das Wissen für die Europäische Union erhöht wurde und dies auch wichtig für die Arbeit im Alltag ist. Auch für mich war es eine tolle Veranstaltung mit sehr angenehmen und engagierten Teilnehmer/innen.

Bricht Europa auseinander? Die Krise(n) der Europäischen Union

arrow-15655_960_720Vor einigen Monaten hätte ich diese Frage mit einem glasklaren „Nein“ beantwortet, mittlerweile bin ich mir  nicht mehr so sicher. Flüchtlingskrise, Eurokrise, Brexit, der Rechtsruck in einigen Ländern – zweifellos befindet sich die Europäische Union in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte.
Um diese wichtigen Themen offen und kritisch zu diskutieren, habe ich ein Seminar mit Titel „Bricht Europa auseinander? Die Krise(n) der Europäischen Union“ in mein Angebot für die Bildungswerkstätten aufgenommen.

Seminare behandeln Krisen und geben einen Ausblick in die Zukunft

Die ersten Seminare haben bereits stattgefunden. Auch im nächsten Seminar haben sich bereits einige Bildungsstätten für dieses Thema entschieden. Im Rahmen der neuen Sommer-Bildungswerkstatt werde ich das Thema im August 2017 gleich an 3 Tagen ausführlich behandeln.  Diskussionsstoff gibt es genug:  Zunächst geht es darum, die Erfolgsgeschichte der EU – und das ist sie aus meiner Sicht nach wie vor – aufzuzeigen. Was aber ist dann schiefgelaufen? Nach einem Blick auf die Krisen aufgezeigt werden Optionen für die Zukunft diskutiert: Wohin kann bzw. soll es mit der Europäischen Union gehen? Brauchen wir eine neue Legitimation, eine neue Geschichte?

Ist das Freihandelsabkommen TTIP gescheitert?

flag-1189866_960_720Vor einigen Tagen hat Wirtschaftsminister Gabriel das geplante Freihandelsabkommen mit den USA für gescheitert erklärt. Auch andere Staaten haben sich distanziert. Nachdem bisher Freihandelsabkommen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt und auch verabschiedet wird, wäre ein Scheitern außergewöhnlich.
Man sollte einige Argumente der Gegner, v.a. den unterschwelligen Anti-Amerikanismus, kritisch sehen. Es ist aber der Verdienst der Nichtregierungsorganisationen, dass dieses Thema dort angekommen ist, wo es hingehört – in die öffentlichen Diskussion. Die Befürworter/innen haben es lange Zeit gar nicht für nötig erachtet, die durchaus vorhandenen Pro-Argumente zu nennen.

Seminare zu TTIP sehr beliebt

Auch in meinen bisherigen Seminaren wurde engagiert diskutiert und es wird auch weiter ein Thema bleiben, denn die Frage wie der weltweite Handel (fair) organisiert werden kann, bliebe auch bei einem Scheitern von TTIP offen.
Ich halte auch viele Punkte von TTIP für problematisch, lehne aber Handelsabkommen und auch den freien Handel nicht prinzipiell ab. Sehr passend formuliert Max Otte:
„Freihandel ist gut, wenn er die Bürgerrechte und unsere soziale Marktwirtschaft schützt, Freihandel ist ein Desaster, wenn er dem Raubtierkapitalismus die Tür öffnet“.
Das Thema bleibt aktuell und ich freue mich auf weitere spannende Seminare!

Wer wird der mächtigste Mann oder die mächtigste Frau der Welt?

flag-75047_960_720Die US-Präsidentschaftswahl wird eines der wichtigsten Themen in den nächsten Wochen. Auch wenn mir es angesichts mancher Parolen von Donald Trump schwer fallen wird, die notwendige Neutralität zu bewahren, werde ich auch bei diesen Seminaren möglichst objektiv referieren.
Die Wahl ist nicht nur für die USA von großer Bedeutung, sondern auch für Europa und Deutschland. Bei einem Sieg von Hillary Clinton wird sich wohl für Europa und Deutschland nicht viel ändern. Anders sieht es bei einem Sieg von Trump aus  – wenn er seine Wahlversprechen umsetzt.

Seminare an der Diakonie Stetten und Bildungswerkstätten

An der Diakonie Stetten und einigen Bildungswerkstätten sind Seminare zu diesem Thema bereits fest eingeplant und auch nach dem Wahltag ist es ein wichtiges Thema,  wenn es um die Einordnung der Folgen geht.

Eine detaillierte Beschreibung meines Seminars zur US-Präsidentschaftswahl finden Sie im Überblick Seminare Internationales.

Erfolgreiches Projekt „Politische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen“

zieglerscheDas Projekt „Politische Teilhabe für Menschen mit Behinderung“ ist nun abgeschlossen. Das Projekt wurde von der Aktion Mensch gefördert und federführend von den Zieglerschen durchgeführt. Als Projektleiter war ich für die Durchführung verantwortlich. Partner waren u.a. die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und die Diakonie Stetten.

Erfolgreiche Veranstaltungen zur Landtagswahl

Das Projekt gliederte sich in verschiedene Teilprojekte. Durch eine Bestandsaufnahme der Literatur und der Analyse bisheriger Aktivitäten konnten wir Rückschlüsse für eigene Veranstaltungen ziehen. Die Veranstaltungen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg waren das Highlight des Projekts. Wir hatten viele Teilnehmer/innen und konnten hoffentlich auch viele zur Beteiligung an der Wahl motivieren.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts finden Sie in der Zusammenfassung und auf der Seite Projekt Politische Teilhabe.

Ist schuld, wer Schulden hat?

Lpb_BWUnter Titel „Ist schuld, wer Schulden hat?“ stand ein Wochenendseminar der Landeszentrale für politische Bildung Anfang Juli. Bei meinem Beitrag ging es um die Chancen und Risiken des Modells Deutschland für die Europäische Union.
Betrachtet man die Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg, ist Deutschland eine Erfolgsgeschichte. Elemente dieses Modells wie die soziale Marktwirtschaft, die soziale Partnerschaft und das duale Ausbildungssystem haben zu diesem Erfolg beigetragen. Auch von der schweren Finanzkrise hat sich Deutschland schneller erholt als viele seiner Nachbarn.

Europa mit 19 Deutschlands wäre nicht stabiler

Dennoch gibt es viele negative Stimmen und Deutschland scheint zunehmend isoliert – Kritik gibt es sowohl an den Inhalten als auch am Vorgehen Deutschlands bei der Euro- und Flüchtlingskrise.
Leider war die Zeit etwas knapp, sodass die Diskussion recht kurz ausfiel. Da ich das Thema aber sehr spannend finde, biete ich es auch für die Bildungswerkstätten an.
Für mich bringt es der italienische Wirtschaftswissenschaftler auf den Punkt: „Das deutsche Wirtschaftssystem ist ein Vorbild. Doch das bedeutet nicht, dass die Lösung für jedes europäische Problem einfach darin besteht, deutsches Handeln zu imitieren. Europa wäre nicht unbedingt stärker und stabiler, wenn wir 19 Deutschlands hätten statt nur einem.“

Artikel in LpB-Zeitschrift „Bürger und Staat“

Lpb_BWDie Ausgabe 1/2016 der Zeitschrift „Bürger und Staat“ der Landeszentrale für politische Bildung behandelt das Thema Inklusion. Darin ist auch ein Artikel von mir. In dem Beitrag „Politische Bildung mit Menschen mit Behinderungen“ erläutere ich, wie inklusive politische Bildung funktionieren kann. Besonders geeignet sind Wahlen und Besuche von Politiker/innen. Bei der Methode ist auf leichte Sprache zu achten.

Meinen Artikel bestellen oder Zeitschrift laden

Sie können die Zeitschrift über die Homepage der Landeszentrale bestellen oder herunterladen. Mein Artikel steht auf den Seiten 74 bis 81.

Wer wird Chef von Baden-Württemberg?

Seminar_MosbachIm Rahmen des Projekts „Politische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen“ habe ich Seminare zur Landtagswahl in Baden-Württemberg durchgeführt.
Höhepunkte waren dabei Seminare für die Johannes-Diakonie in Mosbach und Schwabach mit über 100 Teilnehmer/innen. Die Rhein-Neckar-Zeitung hat darüber einen schönen Artikel veröffentlicht: „Es geht um den Chef von Baden-Württemberg“.

Zahlreiche Seminare und Veranstaltungen in Baden-Württemberg

Weitere Seminare habe ich für die Zieglerschen, die Diakonie Stetten und die Offenen Hilfen Heilbronn und die Zieglerschen durchgeführt. Bei den Zieglerschen gab es außerdem drei Podiumsdiskussionen. Informationen finden Sie auf der Homepage der Zieglerschen.

Mit den Veranstaltungen konnten wir damit viele Menschen erreichen und hoffentlich auch zur Beteiligung an der Wahl motivieren!